Mit Version 5.2 erweitern wir Antcas Control um zahlreiche Verbesserungen in den Bereichen Sicherheit, Zertifikatsverwaltung und Fernzugriff. Neue Funktionen für den lokalen und externen Zugriff erleichtern die Einrichtung, bieten mehr Flexibilität und erhöhen gleichzeitig die Sicherheit. Gleichzeitig möchten wir auf das bevorstehende Supportende von Core 1 im Juni 2027 hinweisen und den frühzeitigen Umstieg auf Core 2 empfehlen.
Unterstützung für mehr Sprachen
Wir haben unsere Software vollständig in über 40 Sprachen übersetzt – einschliesslich der kompletten Hilfe. Die Unterstützung weiterer Sprachen wurde von vielen Anwendern bereits mehrfach gewünscht und ist nun verfügbar.

Eine vollständige Übersicht aller Änderungen und Verbesserungen finden Sie im Changelog.
Lokales SSL-Zertifikat
Ab Version 5.2 steht ein neuer Zertifikatstyp zur Verfügung. Dabei wird ein zusätzliches SSL-Zertifikat als Alias zur bestehenden Zertifikatskonfiguration erstellt. Die bestehende Konfiguration bleibt unverändert und wird lediglich erweitert.
Die lokalen Zertifikate verwenden die Domain *.secid.local.antcas.com. Standardmässig wird als Subdomain der Name der Netzwerkschnittstelle verwendet, beispielsweise eth0.secid.local.antcas.com. Der Name kann bei Bedarf frei angepasst werden. Die Domain wird automatisch auf die lokale IPv4-Adresse des Servers aufgelöst. Dadurch kann eine sichere HTTPS-Verbindung hergestellt werden, ohne dass zusätzliche Zertifikate erstellt oder manuell installiert werden müssen.
Bei neu ausgelieferten Servern wird diese Funktion standardmässig aktiviert sein. Dadurch ist bereits bei der ersten Verbindung ein sicherer Zugriff möglich. Bei bestehenden Systemen, die auf Version 5.2 aktualisiert werden, sowie bei neu konfigurierten Netzwerkschnittstellen muss das lokale SSL-Zertifikat explizit aktiviert werden.
Antcas Tunnel
Der Antcas Tunnel ergänzt die lokalen SSL-Zertifikate und ermöglicht einen sicheren Fernzugriff ohne Firewall-Anpassungen oder Portweiterleitungen. Die Einrichtung erfolgt mit wenigen Klicks und ist so einfach wie die Aktivierung des Fernzugriffs. Der Zugriff wird über geografisch nahe gelegene Tunnel-Server vermittelt, die weltweit verfügbar sind. Die Verbindung erfolgt verschlüsselt über moderne Protokolle und HTTP/3, wodurch eine hohe Performance und kurze Verbindungszeiten erreicht werden.
Der Dienst ist kostenlos und richtet sich in erster Linie an Endkunden. Für jede Visualisierung wird automatisch eine Domain aus zwei zufällig generierten Wörtern erstellt. Dadurch entstehen leicht erkennbare und eindeutige Adresse, wie z.B. sweet-honeypot.antcas.io
Mit der Version 5.2 wurden zudem die VPN-Schnittstellen erweitert. Nun können alternative Tunnel-Lösungen wie Tailscale Funnel oder Cloudflare Tunnel direkt integriert werden. Die Einrichtung erfolgt vollständig automatisiert und erfordert keine zusätzliche Konfiguration auf dem Zielsystem.

Strikter Zugriff auf die Visualisierung
Um die Sicherheit zu erhöhen, akzeptiert die Visualisierung nur Aufrufe über bekannte und freigegebene Adressen. Wird ein externer Dienst oder eine zusätzliche Adresse für den Zugriff verwendet, muss diese einmalig in den Einstellungen hinterlegt werden. Danach kann die Visualisierung wie gewohnt über diese Adresse aufgerufen werden.
Wird eine nicht freigegebene Adresse verwendet, erscheint die Meldung 421 Misdirected Request. Die verwendete Adresse wird dabei angezeigt und kann bei Bedarf direkt in die Konfiguration übernommen werden.
Der direkte Zugriff über eine IP-Adresse wird standardmässig blockiert. Verwenden Sie daher nach Möglichkeit immer die vorgesehene Domain oder hinterlegen Sie die gewünschte Adresse in den alternativen Routen. Weitere Informationen finden Sie in der Hilfe im Kapitel «Proxy und alternative Routen».
Supportende von Core 1 im Juni 2027
Ab Juni 2027 werden für Core 1 keine Updates mehr bereitgestellt. Dies betrifft Fehlerkorrekturen sowie Sicherheits- und Funktionsupdates. Wir empfehlen daher allen Nutzern, frühzeitig auf Core 2 umzusteigen. Alle aktuell unterstützten Server sind mit Core 2 kompatibel und können kostenlos aktualisiert werden. Für den Wechsel ist eine Neuinstallation erforderlich. Die Installation muss durch einen Integrator durchgeführt werden.
Die Aktualisierung dauert bei den meisten Servern weniger als eine Stunde. Die tatsächliche Dauer hängt von der Hardware, der Serverauslastung und der installierten Software ab. Projekte und Einstellungen können vor der Installation exportiert und anschliessend wieder importiert werden.
Core 2 bietet eine moderne Systembasis, langfristige Unterstützung sowie zahlreiche Verbesserungen in den Bereichen Stabilität, Sicherheit und Leistung. Mit einem frühzeitigen Umstieg stellen Sie sicher, dass Ihr Server auch nach dem Supportende von Core 1 weiterhin auf dem aktuellen Stand bleibt.
Eine detaillierte Anleitung zur Installation finden Sie in der Hilfe im Kapitel «Core installieren».
